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Wie wird die Alzheimer-Krankheit behandelt?

Trotz intensiver Bemühungen seitens der medizinischen Forschung gibt es bis heute keinen Weg, den schleichenden Untergang der Nervenzellen völlig zu stoppen. Ebenso wenig können einmal durch die Krankheit zerstörte Hirnzellen wiederhergestellt werden. Eine ursächliche Heilung des Morbus Alzheimer ist also nicht möglich. Trotzdem muss man dem geistigen Verfall nicht tatenlos zusehen.

 

Denn mit bestimmten Medikamenten (Antidementiva) und begleitenden Maßnahmen wie Physiotherapie oder Gedächtnistraining lässt sich der Krankheitsverlauf bei vielen Betroffenen verlangsamen. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser stehen die Chancen, das wichtigste Ziel jeder Alzheimer-Therapie zu erreichen: Die Lebensqualität und die Selbstständigkeit der Kranken möglichst lange zu erhalten.

 

Frühe Therapie lohnt sich

 

Eine im November 2006 veröffentlichte Untersuchung aus Deutschland brachte allerdings zutage, dass nur etwa 15 Prozent der Demenz-Patienten tatsächlich Antidementiva erhalten. Die Gründe für die schlechte Versorgung konnten die Studienautoren auch nicht hinreichend erklären. Offenbar halten sich viele Ärzte vor allem zu Beginn der Erkrankung mit der Verschreibung dieser Mittel zurück. Gerade einmal zehn Prozent der Patienten mit leichter Demenz wurden medikamentös behandelt.

 

Das kann man durchaus als fahrlässig bezeichnen, zumal wissenschaftliche Studien belegen: Bei verzögertem Therapiebeginn erreichen die Patienten nicht mehr die kognitiven Leistungen jener Patienten, bei denen sehr früh mit der Behandlung begonnen wurde. Zwei verschiedene Substanzgruppen stehen heute in der Alzheimer-Therapie zur Verfügung.