Obwohl die Medizin die Krankheitsmechanismen immer besser versteht, ist eine ursächliche Heilung der Multiplen Sklerose bis heute nicht möglich. Deshalb konzentriert sich die Behandlung in erster Linie auf zwei Ziele: Einerseits wird versucht, die Häufigkeit und Schwere der Schübe zu verringern und so das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen. Andererseits soll der akute Schub selbst verkürzt und abgemildert werden, sodass es möglichst nicht zu bleibenden Schäden und Funktionsstörungen kommt bzw. diese so gering wie möglich ausfallen.
Dementsprechend unterscheidet man zwischen einer verlaufsmodifizierenden Therapie (auch Basis- oder Langzeittherapie) und der Schubtherapie. Die dabei zur Anwendung kommenden Medikamente setzen letzten Endes aber am gleichen Punkt an: Sie unterdrücken die Vorgänge des Immunsystems, die zur Zerstörung der Nervenhüllen und Nervenzellen führen, bekämpfen also die vermutete Ursache der MS.