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Wie wird Parkinson diagnostiziert?
Der Morbus Parkinson wird klinisch diagnostiziert, in aller Regel durch einen erfahrenen Neurologen. Dieser befragt zunächst den Patienten und seine Angehörigen nach den Beschwerden und erhält so erste Hinweise auf die Erkrankung. Dann schließt sich eine ausführliche körperliche Untersuchung an. Gerade im fortgeschrittenen Stadium sind die Symptome so eindeutig, dass ein erfahrener Arzt die Krankheit nahezu auf den ersten Blick erkennen kann.
Behandlung auf Probe zur Sicherung der Diagnose
Um die Diagnose Morbus Parkinson sicher stellen zu können, sollten zumindest zwei der drei Kardinalsymptome Tremor (Ruhezittern), Rigor (Muskelsteife) und Akinese (Bewegungslosigkeit) vorliegen. Im Frühstadium sind die Symptome aber oft sehr unspezifisch und können mit denen anderer Leiden verwechselt werden. Wichtig ist, den Morbus Parkinson von diesen Erkrankungen abzugrenzen.
Dabei hilft der so genannte L-Dopa-Test, eine Art Therapie auf Probe. L-Dopa oder Levodopa ist das wirksamste Medikament in der Parkinson-Behandlung. Bei diesem Test nimmt der Patient einen Monat lang täglich L-Dopa in einer bestimmten Dosis ein. Verbessern sich in diesem Zeitraum die Symptome deutlich, kann man davon ausgehen, dass es sich um einen Morbus Parkinson handelt. Endgültige Sicherheit bietet aber auch dieses Verfahren nicht. Selbst ein fehlendes Ansprechen auf L-Dopa schließt die Krankheit nicht vollständig aus.
Neue Methode könnte Früherkennung verbessern
In Form der nuklearmedizinischen Untersuchungsmethode SPECT gibt es mittlerweile ein Verfahren, mit dem sich der Nervenzelluntergang in der Substantia nigra „sichtbar“ machen lässt. Obwohl Studien zeigen, dass es auf diese Weise möglich ist, den Morbus Parkinson sicher und vor allem auch zu einem frühen Zeitpunkt zu diagnostizieren, gehört die SPECT noch nicht zu den Standard-Verfahren der Parkinson-Diagnostik. Nach Ansicht von Fachleuten dürfte sich das in den nächsten Jahren allerdings ändern.
Um Erkrankungen auszuschließen, die ein Parkinson-Syndrom imitieren könnten, führt der Arzt manchmal noch weitere bildgebende Untersuchungen durch, etwa eine Computertomografie (CT) des Schädels. Eine Blutuntersuchung gehört ebenfalls zum Standardprogramm.
Im Verlauf der Erkrankung sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen sehr wichtig. Hier stellt der Arzt immer wieder sicher, dass der Patient wirklich die optimale, an seine individuellen Bedürfnisse angepasste Therapie bekommt.